Wer unter mittleren bis starken Akne leidet erhält oft von Hautärzten Antibiotika in Tablettenform verschrieben. Ab und zu berichten Aknepatienten, dass die Akne gut, auch dauerhaft, verschwunden ist. Aber sehr viel häufiger sind die an Akne Leidenden enttäuscht von Antibiotika, da die Pickel nach dem Absetzen der Tabletten wieder sprießen. Sind Antibiotika gegen Akne wirklich sinnvoll? Hier sind die Infos.
Allgemeine Information
Antibiotika in Tablettenform bekämpfen Aknebakterien von innen und wirken entzündungshemmend. Die Bildung von Mitessern kann das Antibiotikum nicht verhindern, sondern nur die bakterielle Entzündung. Innerhalb der Aknetherapie ist die Haut äußerst rein. Die Akne kommt jedoch sehr häufig zum Schluß der Behandlung oder nach dem Absetzen der Antibiotika-Tabletten wieder zurück, oft sogar schlimmer als zu vor. Das liegt hauptsächlich daran, dass die Bakterien resistent gegen die Antibiotika werden und somit die heilende Wirkung verschwindet. Zusätzlich tritt nicht selten eine Pilzinfektion (Darmpilze) auf, die die Akne, Pickel und Mitesser im negativen Sinne beeinflusst. Die Nebenwirkungen sind auch nicht gerade harmlos. Es ist sogar möglich, dass z.B. Leberschäden usw. entstehen. Ich rate jedem von Antibiotika ab! Außer wenn eine Gefahr von Narbenbildung besteht, wenn ständig kurze sehr starke Akneschübe auftreten oder man sich überhaupt nicht mehr wohl fühlt und das Selbstbewusstsein immer mehr verschwindet, ist eine Antibiotika Behandlung unter Umständen sinnvoll. Wenn dein Hautarzt bei dir Antibiotika für geeignet befindet, kannst du natürlich auch einen Versuch wagen.
Fazit:
Bei manchen Aknepatienten ist unter Umständen eine Antibiotikatherapie gegen Akne sinnvoll, dennoch muss einem bewusst sein, dass eine dauerhafte Heilung der Akne nur in seltenen Fällen eintritt und die Nebenwirkungen nicht ungefährlich sind. Vor der Einnahme von Antibiotika ist es absolut ratsam andere Behandlungsmethoden wie z.B. Cremes, Ernährung usw. vorzuziehen.
